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Biologie Hauptseite www.abiwissen.info
Stichwortverzeichnis



Aufbau der Zelle









Biologie (Lehre der Zellen)

-Lehr/Wissenschaft der Natur
- das Reich des Belebten

Merkmale des Lebens:

- Fortpflanzung
- Bewegung
- Wachstum
- Reizbarkeit

omnis cellula e cellula
(jede Zelle entsteht aus einer Zelle)


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Cytologie (Lehre der Zellen)


Zelltypen:

Procyte = Prokaryonten

Zellen ohne echten Zellkern
z.B.  Bakterien, Blaualgen (Cyanobakterien)

Bau eines Bakteriums

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Eukaryotische Zellen

(Zellen mit echten Zellkern)

Bau:

Zellorganelle
 Feinbau
Funktion
Zellwand (nur Pflanzenzelle)
  • Mittellamelle an der beidseitig Zellolosepartikel aufgelagert sind zur höheren Festigkeit
  • eingelagerte Stoffe: Lignin (Holzstoff) oder Suberin (Korkstoff) = erhöhte Zug- und Druckfestigkeit
  • Aufbau der Zellwand nach Befruchtung:
    • Primärwand:
      • dünne Schicht gelartiger Stoffe (Pektine)
    • Mittellamelle:
      • befindet sich zwischen zwei Zellmembranen
      • Dauerhafte erste Trennschicht
      • darauf lagert jede Tochterzelle Zellolosemoleküle auf, die Regellos gelagert sind
      • dazwischen befindet sich die Primärwand (Streuungstextur)
      • Danach kommt es zum Flächen- und Dickenwachstum der Zellwand
    • Sekundärwand:
      • zeigt eine Paralleltextur der aufgelagerten Zellulose
      • bilden den größten Anteil an einer Zellwand
      • Lignin (Holzstoff) / Suberin (Korkstoff)
        • werden angelagert
        • erhöhen die Zug und Druckfestigkeit
    • Tertiärwand:
      • dünne Abschlussschicht
Zellwand
  • Schutz vor mech. Einflüssen
  • Stabilisierung


Zellmembran
Biomembran
  • semipermeabel (halbdurchlässig)
  • besteht aus einer Doppellipidschicht
  • Membranlipide = Phospholipide
    • z.B. Lecithin
    • das Lecuthin ist durch den chemischen Bau Bipolar und unlöslich in Wasser und bildet dort geordnete Molekülverbände
  • eingelagert finden sich Proteine
    • bilden feine Kanäle zum Stofftransport
  • aufgelagert findet man Kohlenhydratbrücken - die Glykokalyx - als Erkennungssequenz
  • flüssig, kristalliner Zustand
    • formveränderlich / anpassungsfähig
    • ->Proteine "schwimmen"
    • Flüssig-Mosaik-Modell
  • laufende Veränderung
    • Auf-, Ab-, Umbau
    • => Membranfluss
  • bei allen Organismen gleich aufgebaut
Biomembran:

Doppellipidschicht

Phospholipid



  • Kompartimierung (Abgrenzung)
  • Stofftransport gewährleisten & kontrolle des Transports
  • Informationsaustausch zu Nachbarzellen
Cytoplasma
Zellplasma

  • macht ca. 75-95% der Zellmasse aus
  • besteht aus ca. 30 - 50% Wasser
  • in Trockenmasse:
    • ca. 55% Eiweiß
    • ca. 30% Kohlenhydrate (Zucker, Stärke)
    • ca. 12% Fett
    • Rest Salze, org. Subst.
  • umgibt als lebende Substanz den Zellkern
  • bildet mit dem endoplasmatischen Retikulum die Zellorganellen
  • in allen Organismen gleich
 
  • Ort der Stoffwechselreaktionen
  • Aufenthaltsort für die Zellorganellen
  • hat Transportfunktion (Plasmastränge dienen dem Transport von Stoffen)
Zellkern
  • rund bis Oval
  • besitzt doppelte Kernmembran mit Poren
  • Erbmaterial DNA (Desoxiribonucleinsäure) ist in ihr enthalten
  • Chromatingerüst (lockere Anordnung der DNA-Moleküle) Arbeitsform zur Proteinbiosynthese (Eiweißherstellung)
  • Chromosomen auf helikaler DNA im Prozess der Kernteilung  (geht jeder Zellteilung voraus)
  • Karyoplasma füllt den Kern aus
  • Kernkörperchen speichern Informationen der RNA (Ribonukleinsäure)




  • Speicherung von Erbinformationen
  • Identische Wiedergabe der Erbinformationen bei der Zellteilung
Endoplasmatisches Retikulum
  • netzförmiges System, membranumhüllter Kanälchen und Säckchen
  • die Form der Kanälchen wechselt dauernd, weil die Membranen sich verändern und vom ER aus neue Membranen in Form von Vesikeln abgegeben werden (Membranfluss)
  • glattes ER
    • teilt das Cytoplasma in verschiedene Kompartiemente
  • rauhes ER mit Ribosomen
    • ist angelagert an den Zellkern
  • Bildung aller Membranen
  • Ort der Eiweißsynthese
Ribosomen
  • bestehen aus ribosonaler RNA und globulären Proteinen
  • 10-20 nm Durchmesser
  • werden im Kernkörperchen gebildet
  • Ort der Translation
    • Umschreiben von RNA in Aminosäure- sequenzen
Mitochondrium
  • doppelte Membran, innere ist stark eingestülpt (Prinzip der Oberflächenvergrößerung)
  • auf der inneren Membran befinden sich Enzyme für die Zellatmung
C6H12O6 (Glucose) + 6 O2  = 6 CO2 + 6 H2O
ADP + P => ATP
Adenosindiphosphat
  • Kraftwerk der Zelle
  • Ort der Zellatmung
Chloroplast
  • doppelte Membran, innere Membran ist eingestülpt und zu Säckchen gestapelt (“Geldrollenstapel”)
  • auf der Oberfläche der inneren Membran. lagern
    • Enzyme
    • photoaktive Substanzen
    • Chlorophyll
    • Matrix als innere Flüssigkeit
  • Stroma
    • Enthalten DNA Ringe und Ribosomen
- Dienen der Photosynthese
6 CO2 + 6 H2O
           |
C6H12O6 + 6 O2
- autotrophe Assimilation
Vakuolen
  • besitzt eine einfache Membran
  • Inhalt ist stark mit Wasser verdünnt (im Gegensatz zum Plasma)
  • Speicherraum für viele Stoffwechselzwischenprodukte
    • Stärke
    • Zucker
    • Fette
    • Säuren
    • Salze
    • Alkaloide
    • Farbstoffe
  • Dient der Speicherung:
    • Reservestoffen
    • Exkrete
    • Säuren und Salze
    • Farbstoffe
    • Alkaloide
  • Aufrechterhaltung des Zellinnendruckes
Centriolen
  • aus Microfilament bestehend (Aktin, Myrosin)
  • Vermehrung durch Abschnürung
  • sind Ausgangsort bei der Bildung der Kernteilungsspindel (Meiose, Mitose)
Dictyosom
(Golgi-Apperat)
  • Schlauchförmige Membranstapel die Reaktionsräume abgrenzen
  • Die Gesamtheit aller Dictyosomen einer Zelle bezeichnet man als Golgi-Apperat
  • bestehen aus Einfachmembranen (Lamellen)
  • an der Peripherie der Lamellen liegen Vakuolen
  •  “Post” der Zelle
  • Sie dienen der Verpackung und Verschickung von Substanzen
  • abschnüren substanzgefüllter Bläschen (sog. Golgi - Versikel) => ausschleusen dieser aus der Zelle
  • an der Bildung der Lysosomen beteiligt
Microbodies (Peroxisome)
  • Ø 0,1-0,5µm
  • kleine Bläschen
  • enthalten Enzyme z.B. Katalase
    • Katalase zerlegt das Zellgift Wasserstoffperoxid in Wasserstoff und Sauerstoff
  • Vermehrung durch Teilung
  • haben in unterschiedlichen Zellen Zellen unterschiedliche Funktionen -> Ablauf verschiedener Stoffwechselreaktionen
  • bauen Fettsäuren ab und entgiften
    • z.B. Abbau des Alkohols sowie anderer schädlicher Verbindungen in der Leber
Lysosomen
  • von einer einfachen Membran umgeben
  • Ø 1µm
  • enthalten Enzyme
  • werden vom Golgi-Apperat gebildet
  • kleine Bläschen
  • niedriger pH-Wert (4,5-5,0)
  • heben durch Enzyme fremde Eindringlinge (z.B. Bakterien) und zelleigenes Material auf
  • Enzyme zerlegen Makromoleküle und bauen die Teilprodukte wieder im Zellstoffwechsel ein
  • beim Absterben der Zelle geben die Lysosome Enzyme nach außen ab -> Selbstauflösung der Zelle (Autolyse)
  • Abbauprodukte werden in der Nachbarzelle wiederverwendet
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Die pflanzlichen und  tierischen Zellen


Kategorie
Pflanzenzelle

Tierzelle
Aufbau
Zellkern mit Kernkörperchen
und Erbinformationen

Mitochondrien

Ribosomen

Zellplasma
Zellmembran
Endoplasmatisches Retikulum
Dictyosomen
Zellwand mit Tüpfel 
Vakuolen
Chloroplast

Keine
selten
keine
Energiegewinnung
Photosynthese
Aufnahme von organischen Substanzen
Zellatmung
Ernährung
Wasser H2O
Kohlenstoffdioxid CO2
Mineralsalze
autotroph

Zucker
Kohlenhydrate
Fette
Sauerstoff
heterotroph














2008-03-14

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